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		<title>Linux Verband: Feed</title>
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			<title>Linux Verband: Feed</title>
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		<lastBuildDate>Tue, 17 Aug 2010 00:12:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Open-Source-Strategie von Oracle hinterlässt Zweifel</title>
			<link>http://www.linux-verband.de/news/detail/opensource/open-source-strategie-von-oracle-hinterlaesst-zweifel/</link>
			<description>Offenbar interessiert sich die Firma nur für die Perlen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich einen Reim auf die Open-Source-Ausrichtung von Oracle zu machen versucht, stand schon vor Jahren vor einem Wald von Fragezeichen. Seit der Übernahme von Sun ist es ein Urwald geworden.</p>
<p>Bekanntermaßen hält Oracle-Chef Larry Ellison ganz und gar nichts von Open Source. Aber er ist smart genug, die Realitäten der IT-Welt, ihre Trends nicht zu ignorieren. Also haben seine Adlati schon lange Open Source auf dem Radar. Beispiel 1: Oracle interessierte sich für Jboss; diese Firma aber empfand das als Bedrohung und flüchtete sich in die Arme von Red Hat. Worüber Ellison so erbost war, dass er den Linux-Distributor zu kaufen versuchte. Das klappte nicht, wofür sich Oracle mit einer eigener Linux-Variante „Unbreakable Linux“ rächte, schlicht und einfach ein Red-Hat-Fake.</p>
<p>Beispiel 2: Als sich immer mehr Anwender mit den Features von MySQL beschieden, statt die teure Oracle-Datenbank zu verwenden, reduzierte das die möglichen Lizenzverkäufe. Oracle fand die weiche Stelle der Open-Source-Konkurrenz, ihre Speicher-Engine. Diese InnoDB kam vom finnischen Softwarehaus Innobase OY. Oracle kaufte den Laden. Das zwang MySQL dazu, sofort alle Entwicklungsarbeiten an der eigenen Datenbank auf Eis zu legen, um eine eigene Storage-Engine zu schreiben.</p>
<p>Mit der Übernahme von Sun hat Oracle einen ganzen Sack Open-Source-Produkte bekommen.Um zu belegen, wie engagiert Oracle in Sachen Open Source sei, hat das Unternehmen im Juli dieses Jahres alles aufgelistet. Darunter sind folgende Produkte: Berkeley DB, Glassfish, InnoDB, Java, Java ME (Micro Edition), Oracle Unbreakable Linux, MySQL, Netbeans, OpenJDK, OpenOffice.org, OpenSolaris und Virtual Box. Außerdem rühmt Oracle sein Engagement bei Eclipse, Xen und einer Reihe weiterer Projekte.</p>
<p>Es fällt sofort auf, dass fast aller dieser Produkte von Sun kommen. Oracle's Open-Source-Historie ist das Sun-Erbe. Und offenbar hat Oracle noch etwas von Sun geerbt, nämlich die Unfähigkeit, sich in Sachen Open-Source zu positionieren. Oracle verhält sich wie Sun in den ersten fünf Jahren des neuen Jahrhunderts: Auf Bekenntnisse zu Open Source folgen schnell Rückzieher oder gegenteilige Praxis.</p>
<p>Bei Sun war es schließlich Simon Phipps, der schließlich rechte Hand von Firmenchef Jonathan Schwartz und für Open Source zuständiger Topmanager war, der die neue Linie schließlich durchsetzte. Bei Oracle ist bisher keine analoge Besetzung auszumachen. Die wichtigste Person scheint John Fowler zu sein, Executive Vice President Systems.</p>
<p>Fowler hat sich kürzlich mehrmals zu seinem Kernthema Solaris geäußert, und zwar so eindeutig zweideutig, dass man jetzt annehmen kann, woher der Wind weht. Die gute Nachricht für Solaris-Anwender: Sun wird das Betriebssystem weiterentwickeln, dafür sogar Leute einstellen, um es im Verein mit verbesserten SPARC-basierenden Systemen zu einer starken Oracle-DB-Basis zu machen.</p>
<p>Die nächste Solaris-Version 11 soll mehr als einfaches Upgrade von der aktuellen Version 10 sein. Netzwerk-Stack, Threading-Code, Dateisysteme und Paketmanagement werden komplett überarbeitet. Bis dahin aber werden die Verbesserungen nicht mehr frei zugänglich sein. Von Fortschritten sollen zuerst die zahlenden Kunden profitieren; die aus Sun-Zeiten bekannten „Night-Builds“ entfallen. Wer trotzdem mitbekommen möchte, was Oracle vorhat und macht, muss Mitglied im „Technology Partner Program“ werden – wobei Oracle von Fall zu Fall über die Aufnahme entscheidet.</p>
<p>Mit keinem Wort hat Fowler OpenSolaris erwähnt, was allgemein als Brüskierung oder Ablehnung verstanden wird. Dieses Projekt einer Implementierung von Solaris auf Open-Source-Basis hat Sun noch energisch gefördert. Bei Oracle gab es nicht einmal einen Ansprechpartner. Daraufhin hat das Projekt-Leitungsgremium OpenSolaris Governing Board (OGB) Oracle ein Ultimatum gestellt, bis heute, dem 16.8.2010, einen entscheidungsbefugten Ansprechpartner zu benennen.</p>
<p>Das wird Oracle kaum jucken. Der Chief Technology Officer Edward Screven hat kürzlich erklärt: „Oracle hat nicht wirklich eine Open-Source-spezifische Strategie.“ Vielmehr sei Oracle „open for Business“. Darüber hinaus vermied in in seinem Artikel jede Erwähnung von Community, gemeinsamer Entwicklung und Reputation. Das Ansehen in puncto Open Source ist der Firma schnuppe.</p>
<p>Diese selbstbewusste Herangehensweise zeigt sich auch fast gleichzeitig im nächsten Fall: Oracle verklagt Google wegen angeblicher Verletzung von Patenten beim Mobile-Betriebssystem Android. Dafür hat Google nicht Java verwendet, sondern – zu Sun-Zeiten war das kein Problem – einen Java-Fork, die virtuelle Maschine Dalvik, über die nun Java-Applets laufen können. Oracle behauptet, das sei keine „Clean Room“-Entwicklung gewesen, wie Google erklärt. Außerdem meint Oracle, auch das Android Developer Kit würde eigene Patente verletzen.</p>
<p>Der Zwist könnte sich zur größten Patentrechtsschlacht in der US-Geschichte entwickeln. Und er hätte weit reichende Konsequenzen. Denn Oracle bedroht mit der Klage indirekt auch die Hersteller von Andriod-Smartphones. Die könnten mitten in einem Supergeschäft – Androids verkaufen sich in den USA gerade sogar besser als iPhones – kalte Füße bekommen. Auch bei der fast fertigen Alternative MeeGo dürften die Verantwortlichen noch einmal nachdenken.</p>
<p>Das Merkwürdige an der Oracle-Klage ist, dass die Firma genauso wie Google Mitglied im Open Invention Network (OIN), das eigentlich zum Ziel hat, Patentklagen gegen Open Source vorzubauen. Dessen Mitglieder verpflichten sich, nicht eigene Patente gegen Open-Source-Software geltend zu machen. Da stellt sich dann schon die Frage, wie sich Oracle in Sachen Open Source überhaupt stellt.</p>
<p>Es drängt sich der Verdacht auf, dass Oracle nur an den eigenen Open-Source-Produkten Interesse hat, die den eigenen Intentionen am Markt entsprechen. Java und Eclipse sind im Umfeld der Datenbank zentrale Produkte. MySQL erschließt Low-end-Märkte und soll für die Oracle DB „anfixen“. Glassfish ließe sich einmal gegen Jboss positionieren. OpenOffice vermiest dem Erzfeind Microsoft zunehmend das Office-Geschäft.</p>
<p>Es scheint zumindest momentan also angebracht zu sein, die Klage von Oracle gegen Google nicht als „Angriff auf Open Source“ zu werten, wie der Anti-Patent-Lobbyist Florian Müller erkannt zu haben glaubt. Oracle sieht in einigen Open-Source-Produkten geschäftliche Möglichkeiten. Andere, die wie OpenSolaris solche anscheinend nicht bieten, fallen unter den Tisch.</p>
<p>Mit anderen Worten: Oracle hat kein Business-Modell für Open Source. Das Geschäft der Firma ist auch mit Open Source nicht anders als vor 20 Jahren. Genau das macht die Perspektiven für Open Source bei Oracle nicht gerade positiv, weil sie keine verlässliche Basis haben. Aber die Firma dürfte durch den täglichen Umgang mit Open-Source-Software im Business lernen, wie es einst Sun erging. Bis sie dann zu einer Erkenntnis kommt, könnten aber einige gute Produkte und Projekte über den Jordan gegangen sein. Das wäre der traurige Aspekt.</p>
<p>Aber Open Source hat ja einen Vorteil: Was einmal Open Source ist, bleibt es. Wir können mit dem Quellcode von heute weitermachen. Auch ohne Oracle. Bei genauem Hinsehen auch ohne Patentklagen.</p>
<p>*Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in München.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 00:12:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Open World Forum 2010</title>
			<link>http://www.linux-verband.de/news/detail/opensource/open-world-forum-2010/</link>
			<description>Internationale Open-Source-Konferenz Ende September in Paris</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 30. September bis zum 1. Oktober dieses Jahres steigt in Paris ein Event, der für sich in Anspruch nimmt, die Open-Source-Konferenz mit der breitesten internationalen Besucherschaft zu sein: 1500 Teilnehmer aus 40 Ländern erwarten die Veranstalter zum „<a href="http://www.openworldforum.org/" target="_blank" >Open World Forum</a>“, das seit 2008 jährlich in Paris stattfindet. Dadurch ist das Forum eine interessante Gelegenheit, internationale Kontakte aufzubauen und zu pflegen.</p>
<p>Veranstalter dieses Kongresses sind französische Open-Source-Anbieter, Vertreter von Open-Source-Organisationen wie der Apache Software Foundation, der Linux Foundation oder der Open Source Initiative sowie drittens französische und europäische öffentliche Verwaltungen (Stadt Paris, Ile de France, Europäische Kommission etc). Ihr erklärtes Ziel ist es, „wichtige Entscheider und interessierte Parteien – Technologie-Experten, Entwickler, CIOs, IT-Leiter, Entscheidungsträger, Investoren und Politiker von allen sechs Kontinenten zusammenzubringen, um mögliche Trends zu evaluieren und Initiativen um offene IT zu befruchten“.</p>
<p>Der Kongress gliedert sich nach derzeitigem Stand in 34 Seminare mit 140 Rednern, wobei ziemlich viel Open-Source-Prominenz vertreten ist. So sind dabei: Matt Asay, Larry Augustin, Simon Phipps, Michael Tiemann, um nur einige <a href="http://www.openworldforum.org/attend/speakers" target="_blank" >aus einem großen Kreis</a> zu nennen. Das <a href="http://www.openworldforum.org/attend/program" target="_blank" >Programm</a> ist in drei Hauptstränge gegliedert: Open Innovation, Open Enterprise und Open Society. Darunter fallen dann Einzelthemen, die teilweise in der öffentlichen Diskussion noch recht neu sind, beispielsweise Open Cloud, Open Organization oder Open Digital Content.</p>
<p>*Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in München.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 00:59:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Haste nicht gesehen: Frauen und Open Source</title>
			<link>http://www.linux-verband.de/news/detail/opensource/haste-nicht-gesehen-frauen-und-open-source/</link>
			<description>FSF-Tipps, um Frauen in Projekten und Firmen aufzuwerten.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer Hinsicht unterscheidet sich die Open-Source-Szene, was Firmen und Projekte angeht, nicht vom proprietären Wettbewerb: Als Entwicklerinnen sind sie in Projekten kaum beteiligt, noch seltener fallen sie als Projektleitende auf. In Open-Source-Firmen beschränken sich ihre Funktionen auf die Bereiche Marketing, PR und FiBu. Die Open-Source-Szene ist möglicherweise noch stärker männerdominiert, als die IT-Branche es ohnehin ist.</p>
<p>Das hat die Free Software Foundation (<a href="http://www.fsf.org/" target="_blank" >FSF</a>) vor fast einem Jahr zum Thema einer kleinen <a href="http://www.fsf.org/news/summit-on-women-in-free-software" target="_blank" >Tagung</a> gemacht. Ein dort entstandenes Komitee hat jetzt die <a href="http://www.fsf.org/news/recommendations-from-the-womens-caucus" target="_blank" >Ergebnisse</a> seiner Arbeit vorgelegt. Verfasst von einer Frau, aber es spricht für sich, dass ein Mann per Mail-Rundschreiben darauf aufmerksam macht.</p>
<p>Die Darstellung der <a href="http://groups.fsf.org/wiki/Womenscaucus/resources/gettingstarted" target="_blank" >Barrieren</a> für Frauen ist selbstkritisch.: Frauen, die in der Bewegung für freie Software mitzumachen versuchten, würden diese als „Boys' Club“ empfinden, der Frauen keine Rolle in ihr zubillige und keine Fehler erlaube. Die von Frauen trotzdem wahrgenommenen Rollen lägen vorwiegend jenseits der Programmierung und würden unterbewertet. Die wenigen aktiven Frauen fühlten sich isoliert. Finanzielle Engpässe würden bei Frauen eher zu einem Hinderungsgrund für Aktivitäten als bei Männern. Es gibt in dem Dokument weitere interessante Hinweise, zum Beispiel auf das <a href="http://groups.fsf.org/wiki/Womenscaucus/resources/impostersyndrome" target="_blank" >Imposter-Syndrom</a>, wobei sogar die Fußnoten noch lesenswerte Quellen sind.</p>
<p>Daraus leitet das Frauenkomitee <a href="http://groups.fsf.org/wiki/Womenscaucus/resources" target="_blank" >Empfehlungen</a> ab: Es gelte, Frauen und ihre Arbeit hervorzuheben. Etwas klischeehaft mutet die Anmerkung an, Frauen seien besonders geeignet, weitere Engagierte zu rekrutieren. Mentoren sowie Mailing-Lists und andere Events, die nur Frauen offen sind, könnten Frauen unterstützen. Jeder Art Beitrag zu Bewegung gebühre Anerkennung, auch wenn es nicht um Code geht. Kooperation müsse vor Wettbewerb gehen. Schließlich sei es notwendig, für Frauen mehr Möglichkeiten zu schaffen, ohne finanzielle Zusatzbelastungen an Events und einer besseren Kommunikation teilzunehmen.</p>
<p>Die noch deutlicher ins Detail gehenden Analysen und Vorschläge sind lobenswert. Aber sie beziehen sich in Einzelaspekten eher auf die Situation in den USA. Vieles aber gilt sicher auch für hiesige Verhältnisse. Die Frage ist nur, ob es – wieder einmal – bei wohlmeinenden Texten bleibt.</p>
<p><a href="http://www.open-source-presse.de/" target="_blank" >Ludger Schmitz</a> ist freiberuflicher Journalist in München.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 22:31:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zwei wichtige Stimmen für offene Standards</title>
			<link>http://www.linux-verband.de/news/detail/opensource/zwei-wichtige-stimmen-fuer-offene-standards/</link>
			<description>Bundesinnenminister und Bundes-CIO räumen
Bedenken über Roll-back vorerst aus</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Monate lang haben Begriffe und Vorkommnisse Befürchtungen genährt, die IT-Politik der BRD könnte hinter bewährte Eckpunkte zurückfallen, und zu Verunsicherungen gesorgt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière und die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, haben in den letzten Tagen in unzweideutiger Weise klargestellt, dass es keine Abkehr von der Verwendung offener IT-Standards geben wird, und sie haben diesem Begriff Inhalt gegeben.</p>
<p>Für viel Verunsicherung hatte insbesondere gesorgt, dass der IT-Staatsvertrag dem neuen IT-Planungsrat die <a href="news/detail/opensource/neuer-it-staatsvertrag-schon-in-der-kritik/" >Maxime mitgab</a>, sich an „bestehenden Marktstandards“ zu orientieren. Bundes-CIO Rogall-Grothe hat soeben in einem beachtenswerten Interview mit der IT-Fachzeitschrift „c't“ (Ausgabe 15/2010, S. 150) erläutert, dass dieser Begriff lediglich klarstellen sollte, dass es nicht im Interesse des Bundes ist, Standards selbst zu entwickeln, obwohl am Markt schon entsprechende gebräuchlich sind. Sie führte aus: „Den Begriff Marktstandards wollen wir keineswegs im Sinne proprietärer Standards verstanden wissen.“</p>
<p>Außerdem bekräftigt Rogall-Grothe an gleicher Stelle noch einmal, das Wort Marktstandards sei auch „nicht als Gegenbegriff zu offenen Standards“ zu werten. Sie formuliert zugleich „Mindestanforderungen an die Offenheit von Standards“, nämlich ihre vollständige Publikation, dauerhaft uneingeschränkte Nutzbarkeit, Freiheit von Urheberrechten und lizenzrechtlichen Bestimmungen sowie Verbreitung am Markt.</p>
<p>Wie <a href="news/detail/opensource/14-internet-thesen-auch-pro-open-source/" >hier</a> bereits ausführlicher gemeldet, hatte sich vor rund zwei Wochen bereits Bundesinnenminister Thomas de Maizière in seinen 14 Thesen zu den Grundlagen einer deutschen Internet-Politik für offene Standards ausgesprochen. In der 14. These heißt es: „Staatliche IT-Systeme und Internet-Dienste müssen angesichts der Abhängigkeit der Bürger und der Verwaltung von ihnen sicher und ungestört funktionieren, auf offenen Standards basieren, von allen Menschen plattformunabhängig genutzt werden können und größtmögliche Transparenz bieten.“</p>
<p>Damit sind offene Standards, Plattformunabhängigkeit und Transparenz als Eckpunkte bundesdeutscher IT-Politik benannt. Schon in der 13. These hatte de Maizière das Ziel genannt, „Einspar- und Optimierungspotenziale auszuschöpfen“. Der Bundesinnenminister benennt damit vier der wichtigsten Argumente für den Einsatz von Open-Source-Software.</p>
<p>Die Aussagen von Rogall-Grothe und de Maizière sind auf einer Linie mit Positionen der EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes. Die hatte am 10. Juni 2010 auf dem Kongress Open Forum Europe in Brüssel sich ebenfalls klar für offene Standards ausgesprochen und den Begriff Offenheit in ähnlicher Weise wie die deutschen Politiker definiert. Darüber hatte sie eine Abkehr der öffentlichen Verwaltungen von proprietären Technologien und eine Befreiung aus der daraus folgenden Herstellerbindung gefordert. Mehr dazu <a href="http://www.open-source-presse.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=134:eu-kommissarin-neelie-kroes-fuer-offene-standards&amp;amp;catid=34:2010&amp;amp;Itemid=62" target="_blank" >hier</a>.</p>
<p>So weit war de Maizière nicht gegangen. Aber immerhin formulierte er in seiner 11. Internetthese die Ziele „strategische IT- und Internetkompetenzen“ und „eine starke eigene IT-Industrie“ in der Bundesrepublik. Nach Lage der Dinge müsste der Bund daher die vorwiegend klein- und mittelständisch geprägte hiesige IT-Industrie stärken, die bekanntermaßen der Jobmotor des Landes ist und den größten Teil des Nachwuchses ausbildet.</p>
<p>Das müsste logischer Weise in eindeutigen Vorgaben für eventuelle Konjunkturförderprogramme seinen Niederschlag finden. Die deutschen Linux- und Open-Source-Anbieter dürften sich davon weitere Impulse versprechen. Sie erhoffen von der Politik keine Bevorteilung gegenüber der proprietären Konkurrenz, sondern fordern lediglich Chancengleichheit ein.</p>
<p>*<a href="http://www.open-source-presse.de/" target="_blank" >Ludger Schmitz</a> ist freiberuflicher Journalist in München.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 17:12:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>14 Internet-Thesen auch pro Open Source</title>
			<link>http://www.linux-verband.de/news/detail/opensource/14-internet-thesen-auch-pro-open-source/</link>
			<description>Bundesinnenminister Maizière will offene Standards und Plattformunabhängigkeit.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das war zu erwarten: Die Free Software Foundation Europe meint, der Bundesinnenminister Thomas de Maizière habe die FSFE-Forderung nach offenen Standards übernommen. So ist es wohl nicht gelaufen, aber der Grund zur Freude ist berechtigt: Am 22. Juni hat Maizière <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,702106,00.html" target="_blank" >14 Thesen</a> zu den Grundlagen der Internet-Politik vorgestellt. Diese sind nicht nur geeignet, Sorgen über die Orientierung an „bestehende Marktstandards“ zu mindern. Denn darüber hinaus verwendet der Minister Formulierungen, die für Open Source sprechen.</p>
<p>Den größten Grund zu Optimismus liefert Maizière mit einem Satz aus der 14. These: „Staatliche IT-Systeme und Internet-Dienste müssen angesichts der Abhängigkeit der Bürger und der Verwaltung von ihnen sicher und ungestört funktionieren, auf offenen Standards basieren, von allen Menschen plattformunabhängig genutzt werden können und größtmögliche Transparenz bieten.“</p>
<p>Genau diese drei Punkte, offene Standards, Plattformunabhängikeit und Transparenz sprechen gegen proprietäre Systeme. Ein weiteres Argument für offene Systeme, das der Kosten, scheint Maiziere in These 13 anzusprechen: „Der weitere Ausbau elektronischer Behördendienste muss genutzt werden, um Einspar- und Optimierungspotenziale auszuschöpfen.“</p>
<p>Die Investitionen sollen nach Maizière offenbar nicht ziellos fließen, sondern deutschen IT-Anbietern zugute kommen. Seine 11. These lautet nämlich: „Für die Wahrung der technologischen Souveränität des Staates ist es erforderlich, dass er nationale Kernkompetenzen erhält und fördert. Hierzu braucht unser Land Forscher und Unternehmer, die strategische IT- und Internetkompetenzen erhalten und ausbauen. Ohne eine starke eigene IT-Industrie geraten wir in Abhängigkeiten, die unsere Freiheiten und unsere Verfassungsidentität gefährden können.“</p>
<p>Solche Vorgaben sprechen nicht nur für offene Standards, sondern für Open Source und für ein gezieltes Konjunkturförderprogramm. Maizières Eckpunkte entsprechen zentralen Forderungen des LIVE Linux-Verbands. Der Innenminister wird sich künftig daran messen lassen müssen, wie die ihm unterstehenden Behörden seine Eckpunkte umsetzen.</p>
<p>*<a href="http://www.open-source-presse.de/" target="_blank" >Ludger Schmitz</a> ist freiberuflicher Journalist in München.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 08:45:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>LinuxTag bringt Schwung</title>
			<link>http://www.linux-verband.de/news/detail/opensource/linuxtag-bringt-schwung/</link>
			<description>Open-Source-Firmen nehmen Herausforderungen selbstbewusst an</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz einiger schlechter Nachrichten aus Bund und Ländern in der letzten Zeit ist die deutsche Open-Source-Branche unverändert optimistisch. Den schon zur diesjährigen <a href="news/detail/opensource/cebit-2010-open-source-anbieter-meist-sehr-zufrieden/" >CeBIT</a> erkennbaren Aufwind ussteller spricht für sich. Erstmals war Microsoft vertreten – als Sponsor einer Kaffeelounge. Wichtiger ist wohl, das mit <a href="http://www.ibm.de/" target="_blank" >IBM</a> endlich eine Open-Source-fördernde Branchengröße wieder vertreten war; hier wurde der 10. Jahrestag von Linux auf Mainframes gefeiert. <a href="http://www.google.de/" target="_blank" >Google</a> war auch da, mit einem bescheidenen 12-Quadratmeter-Stand. Daneben machte sich <a href="http://www.uib.de/" target="_blank" >uib</a>, der Mainzer Spezialist für automatische Softwareverteilung, auf doppelt so großer Fläche imposanter.</p>
<p>Noch mehr Selbstbewusstsein zeigten zwei andere deutsche Open-Source-Anbieter: Tarent aus Bonn hatte mit 81 Quadratmetehat auch der <a href="http://www.linuxtag.org/2010/" target="_blank" >LinuxTag 2010</a> in Berlin erlebt. Die Open-Source-Anbieter haben neue Herausforderungen erkannt und sehen ihnen gelassen entgegen.</p>
<p>Die Kongressmesse Berlin verzeichnet nach Jahren der Stagnation in diesem Jahr in jeder Hinsicht nach oben zeigende Zahlen: 25 Prozent mehr Ausstellungsfläche, mehr Community-Projekte, 8,7 Prozent mehr Aussteller (75), und 8,4 Prozent mehr Besucher (11.600). Das Programm war wieder rappelvoll, zumal erstmals eine Debian-Entwicklerkonferenz einbezogen war. Mehr Details <a href="http://www.silicon.de/software/business/0,39039006,41533353,00" target="_blank" >hier</a>.</p>
<p>Auch der Auftritt einiger Arn wieder den größten Stand aller Aussteller gebucht. Den mit 50 Quadratmeter zweitgrößten Stand belegte <a href="http://www.univention.de/" target="_blank" >Univention</a> mit den Partnern <a href="http://www.cape-it.de/" target="_blank" >CAPE</a>, <a href="http://www.it25.de/" target="_blank" >IT:25</a>, <a href="http://www.linet-services.de/" target="_blank" >Linet</a> und <a href="http://www.sourcegarden.de/" target="_blank" >Sourcegarden</a>. Noch im letzten Jahr war der Bremer Enterprise-Linux-Spezialist nur mit einem Demopoint auf dem Stand des LIVE Linux-Verbands vertreten.</p>
<p>Es wäre allerdings völlig falsch, daraus den Schluss zu ziehen, der LinuxTag habe aus Business-Perspektive eine höhere Bedeutung bekommen. Wie in den Vorjahren waren auch 2010 in Berlin Kontakte zu potenziellen Kunden aus Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen die Ausnahme. Nennenswert viele Leads konnte kaum ein Aussteller schreiben. Dafür ist die CeBIT in Hannover eine viel bessere Plattform.</p>
<p>Tarent sucht auf dem LinuxTag Kontakte zu Jobinteressenten und möchte sogar den IT-Nachwuchs auf sich aufmerksam machen. Ähnliche Absichten verfolgten auch andere Aussteller in Berlin. Hinzu kommt ein „Alleinstellungsmerkmal des LinuxTags“, das Univention-Chef Peter Ganten so formuliert: „Hier entdecken wir interessante Community-Projekte und Produkte von kleinen, jungen Firmen. Umgekehrt werden die auf uns aufmerksam.“ Ähnlich sieht es Detlev Oertel von uib: „Der LinuxTag ist eine gute Gelegenheit für Kontakte zu Projekten und anderen Anbietern, um Kooperationen in die Wege zu leiten.“</p>
<p>Eine stärkere Kooperation der Open-Source-Kräfte wird auch notwendig. Denn die Absicht des Bundes, die dezentrale Behörden-IT in wenigen Rechenzentren zu konsolidieren (mehr dazu <a href="http://www.silicon.de/cio/wirtschaft-politik/0,39038992,41527807,00" target="_blank" >hier</a>), wird höhere Anforderungen hinsichtlich Support an Open-Source-Anbieter stellen. Dirk Ahrnke von it:25 meint: „Bei kleineren Anbietern wäre das ein Problem. Also müssen und werden wir unsere Kompetenzen und Möglichkeiten bündeln.“ Eine weitere Konsequenz der Konsolidierung: „Der höhere administrative Aufwand in den größeren IT-Umgebungen verlangt Fortschritte bei den Management-Tools, standardisierte Verfahren, zum Beispiel für das Deployment.“</p>
<p>Die gleiche Konsequenz sieht Rico Barth, Geschäftsführer der Chemnitzer CAPE IT GmbH: „Größere Umgebungen stellen anderen Betriebsanforderungen. In der Open-Source-Welt ist schon ein klarer Trend auszumachen zur Integration von Produkten, zur Bildung von Stacks, zur Automatisierung in der Administration und zu grafischen Benutzeroberflächen in Management-Tools.“ Es sei bereits zu erkennen, dass Open-Source-Anbieter in Sachen Produktentwicklung und Verbesserung ihrer Supportfähigkeiten immer enger zusammenarbeiten. Barth: „Der Umgang zwischen Open-Source-Anbietern ist offener und intensiver als bei der proprietären Konkurrenz.“</p>
<p>Die Open-Source-Anbieter besinnen sich angesichts der Herausforderungen bei der ihnen bisher wohl gesonnenen öffentlichen Hand auf ihre Stärken. Barth und Ganten formulieren es fast wörtlich gleich: Das Ziel, durch Konsolidierung zu sparen, sei ganz richtig. In den dann größeren Umgebungen werde Open-Source-Software ihre Kostenvorteile sogar noch schneller und deutlicher beweisen als in kleinen Nischenämtern.</p>
<p>Der drohenden Stärkung der Positionen von Microsoft und anderen proprietären Anbietern durch die Anforderungen einer Konsolidierung oder durch die Vorgabe von „<a href="http://www.silicon.de/software/business/0,39039006,41528983,00" target="_blank" >Marktstandards</a>“ wird der Linux-Verband, so die einhellige Meinung der Vorstandsmitglieder Peter Ganten, Rico Barth und Elmar Geese offensiv begegnen. Sie möchten die Kontakte zu Politikern auf Bundes- und Länderebene verbessern, insbesondere zu denen, die in ihren Parteien Positionen zu IT-Aspekten erarbeiten und in den wichtigen parlamentarischen Kommissionen vertreten sind.</p>
<p>Elmar Geese, Vorsitzender des Linux-Verbands: „Wir werden unsere Positionen deutlicher einbringen. Denn es kann nicht sein, dass beispielsweise der Bund ein riesiges IT-Konjunkturprogramm diskutiert, ohne das dabei von vornherein sichergestellt wird, dass die Mittel deutsche Anbieter fördern, statt über Lizenzkosten direkt in die USA zu fließen. Wir haben in Deutschland eine leistungsfähige, mittelständisch geprägte IT-Industrie – und gerade in puncto Open Source hat sie Format.“</p>
<p><br /> </p>
<p>*<span lang="zxx"><a href="http://www.open-source-presse.de/" target="_blank" >Ludger Schmitz</a></span> ist freiberuflicher Journalist in München.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 12:34:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Relativ sparen: das Beispiel Sachsen</title>
			<link>http://www.linux-verband.de/news/detail/opensource/relativ-sparen-das-beispiel-sachsen/</link>
			<description>IT-Politik gegen Open Source – 
denn die ist nicht teuer genug.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade hat die Sparklausur der Bundesregierung stattgefunden. Nicht etwa in einem repräsentativen Schlösschen, sondern im Bundeskanzleramt, relativ schnöde. Dort zwar nicht auf den schweißtreibenden klebrigen Plastiksesseln aus DDR-Beständen, aber relativ komfortabel genug. Im Ergebnis werden die relativ besser Gestellten in der Republik relativ wenig davon abbekommen. Glückliche Botschaft an proprietäre IT-Anbieter: Es ändert sich relativ wenig. Ja, Microsoft, ihr dürft euch sogar relativ viel versprechen.</p>
<p>Wie dieses? Warum ist Open Source plötzlich nicht mehr Ultima Ratio, wenn Sparen angesagt ist?Die Argumentation hat die CDU-FDP-Regierung des Freistaats Sachsen der bürgerlichen Bundesregierung abgenommen. Open-Source-Software mag demnach zwar irgendwie strategisch vorteilhaft sein, aber Strategien sind etwas für die Zukunft, während hier und jetzt gehandelt werden muss.</p>
<p>Hier und jetzt heißt am Beispiel Sachsen 9,3 Millionen Euro für Lizenzen plus 4,3 Millionen Euro für Support der proprietären Software. Gut 350.000 Lizenzen für proprietäre Programme, 6.216 für Open Source. Und das rechnet sich, kalkuliert jedenfalls die Landes-Regierung in einer Antwort (<a href="http://www.gruene-fraktion-sachsen.de/fileadmin/user_upload/Grosse_Anfragen/5_Drs_372_-1_1_37_.pdf" target="_blank" >PDF</a>) auf eine Anfrage an die Landtagsfraktion der Grünen. Das funktioniert so:</p>
<p>Bei so wenigen Open-Source-Programmen kennt sich in der Landes-IT natürlich kaum einer damit aus. Anders bei Microsoft – und zwar gerade wegen der Sicherheitsproblematik. Denn für diese gibt es „deutlich mehr geschultes Personal“. Okay, Schulung für Personal in der öffentliche Verwaltung tut bitter notwendig, wird also nicht berechnet. Schließlich geht es hier ums Sparen: „Für die genutzte Microsoft-Produktkette stehen mehr und breiter erprobte Sicherheitssoftwaresysteme zur Auswahl als bei FLOSS-Produkten. Durch die höhere Auswahl gibt es mehr Konkurrenz- und Kostendruck unter den Anbietern, was zu einer höheren Qualität bei geringeren Kosten führt.“</p>
<p>Jetzt heulen die Open-Source-Apologeten auf, weil ihnen ein Souverän ein Argument zerschlagen hat. Sicherheit ist kein Argument für OSS, sondern nur eine Behauptung, welche die Entwicklung eines Markts für Sicherheitsprodukte behindert. Weil aber, stimmt sogar, kein System völlig sicher ist, kommt es nur auf diesen nachgeordneten Wirtschaftsbereich an. Viel Unsicherheit = viele Sicherheitsprodukte = viel Konkurrenz = sinkende Preise. Woraus folgert: Je unsicherer ein Produkt, desto mehr sparen wir.</p>
<p>Um also diesen Markt zu fördern, investiert Sachsen in ihn. Das ist allein schon ein Konjunkturprogramm, denn eigentlich wäre es gar nicht nötig, erklärt die Landesregierung: Denn ihr sind „gezielte externe Angriffe (auf Landes-IT-Systeme) die zusätzliche, finanziell aufwendige Abwehrmaßnahmen erforderten, nicht bekannt“. Sachsen ist ein richtiger Wohlfühlstaat, wie es der FDP-Abgeordnete Carsten Biesok relativ treffend formuliert: „Da habe ich mehr Vertrauen dazu, von einem internationalen Konzern jeweils aktuelle Updates zu bekommen, um die Sicherheit zu gewährleisten.“</p>
<p>Klientelmäßig gesehen müsste der Mann im Sechseck springen, weil seine Regierung dann doch meint: „Durch den Einsatz von Open-Source-Software kann auch die Wettbewerbsfähigkeit der einsetzenden Unternehmen erhöht werden. Dies zeigt sich gerade im Bereich der kleineren und mittleren Unternehmen.“ Vielleicht springt er nicht, weil die Relation zwischen groß und klein, oben und unten doch noch gewahrt ist. Und vor allem, weil das Votum keine Konsequenzen hat: „Den Einsatz von FLOSS zum Bestandteil von Fördervoraussetzungen bei der Förderung des sächsischen Mittelstand zu machen, wäre ein direkter Eingriff in den Wettbewerb. Die Staatsregierung lehnt diesen Schritt ab.“</p>
<p>Sachsen ist beste liberale Welt. Jeder weiß, dass hier der Staat nichts investiert, nicht per Auftragsvergabe in die Wirtschaft dirigierend eingreift. In Sachsen nimmt man die Mittel und streut sie. Nein, nicht unter's Volk, unter die Wirtschaft natürlich. IT-mäßig natürlich völlig wertfrei. Wenn nur nicht der Bund mit seinen Vorgaben wäre!</p>
<p>Damit muss man leben, meinte Jürgen Martens (FDP) vor dem Landtag in Dresden wohl: „Bei der Bund-Länder-Koordinierung für die IT-Entwicklung sollen gerade auch Marktstandards berücksichtigt werden. Das spricht nicht gegen, sondern gerade für einen Einsatz auch von Produkten etablierter Anbieter.“ Offenbar ist der Staatsminister schon relativ geschult in Sachen Polemik. Wieso verwendet er gleich zweimal „auch“? Wenn man es streicht, wird die Intention deutlich.</p>
<p>Da überrascht der Bescheid der sächsischen Landesregierung nicht mehr: „Die Förderung des Einsatzes von FLOSS oder der Umstellung auf FLOSS bei öffentlichen Einrichtungen auf Landesebene ist derzeit nicht vorgesehen.“ Auch Machbarkeitsstudien sind logischer Weise „derzeit nicht in Planung“.</p>
<p>Es wird sich also nichts an Ist-Zustand ändern. Im Gegenteil: Anhand der erklärten IT-politischen Positionen der sächsischen Landesregierung ist klar, wohin die vom Bund als Konjunkturprogramm gedachten Mittel fließen werden: relativ viel in die USA.</p>
<p>Elmar Geese, Vorsitzender der LIVE-Linux-Verbands, kommentiert: „Was sollen Konjunkturprogramme, wenn sie nicht der regionalen Wirtschaftsförderung dienen? Es geht nicht um eine Förderung von Open Source, sondern um eine vernünftige und erwägenswerte IT-Strategie. Entscheidend sind die Vorteile für den Beschaffer, gesamtwirtschaftliche Impulse und die Regionalität der Erlöse. Der Ist-Zustand, dass weite Teile der IT-Budgets durch Lizenzverpflichtungen gebunden sind, lässt immer weniger Handlungsspielraum zu. Zu welchen Anteilen soll Geld – und damit auch Kapital für Investitionen in Wissen – verteilt werden auf die Region, das Land, die Nation, Europa den Rest der Welt?“</p>
<p>*<a href="http://www.open-source-presse.de/" target="_blank" >Ludger Schmitz</a> ist freiberuflicher Journalist in München. Eine ausführlichere Darstellung und Debatte der Positionen der sächsischen Landesregierung finden Sie <a href="http://www.silicon.de/cio/wirtschaft-politik/0,39038992,41532861,00" target="_blank" >hier</a>.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 13:17:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zehn Jahre Linux auf IBM-Mainframes</title>
			<link>http://www.linux-verband.de/news/detail/opensource/zehn-jahre-linux-auf-ibm-mainframes/</link>
			<description>Ein wichtiger Anschub für den Trend zu Open Source</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Drei Ereignisse, die mit dem Namen IBM verbunden sind, haben außerordentliche Bedeutung für die Entwicklung von Linux und Open Source: Zur CeBIT 1999 erklärten Big Blue und SAP sensationell, künftig Linux auf x86-Systemen zu unterstützen. Im Januar 2000 versprach IBM-Vize Sam Palmisano, sein Unternehmen werden eine Milliarde Dollar in die Entwicklung von Linux und entsprechenden Anwendungen investieren. Und am 17. Mai 2000 stellte das Unternehmen einen Linux-Kernel für die hauseigenen /390-Mainframes vor. Letzteres ist jetzt genau zehn Jahre her.</p>
<p>Dieses plötzliche Engagement überraschte damals die ganze Branche. IBM galt schließlich als der Dinosaurier, der unter seinem eigenen Gewicht ächzte. Louis Gerstner, Chef des Riesen seit 1993, hatte mit dem Abspecken begonnen. Neue Orientierungen in dem immer noch gewaltigen Organismus musste Palmisano durchsetzen. Widerstände gab es genug. Ein Vice President soll erklärt haben: „Lasst eure Finger von Linux. Das ist Programmieren für Kommunisten.“</p>
<p>Unter solchen Vorzeichen konnte ein Team am Böblinger IBM-Entwicklungszentrum nur „under cover“, ohne offiziellen Auftrag arbeiten. Denn es verfolgte die Idee, Linux auf Mainframes zu bringen. Tatsächlich sollte die IBM-Spitze von den Arbeiten erst erfahren, nachdem das Ziel erreicht war (mehr zu den historischen Details und heutigen Perspektiven auf <a href="http://www.open-source-presse.de/" target="_blank" >www.open-source-presse.de</a>).</p>
<p>Danach ging alles ziemlich schnell, denn Gerstner und Palmisano erkannten das Potenzial dieser Entwicklung: Den Mainframes könnten sich mit Linux ganz neue Anwendungsbereiche erschließen, das IBM-Image verbessern und insgesamt weitere Business-Perspektiven eröffnen. Außerdem könnte Linux quasi der Mediator werden, über den sich die zahlreichen Betriebssysteme der IBM-Welt verbinden oder vielleicht zusammenführen ließen.</p>
<p>Die Kalkulation ging auf. Es ist typisch für die Geschichte von Linux, wie sich die Nutzung von Linux auf IBM-Mainframes verschoben hat. Im Jahr 2003 gingen 70 Prozent der Workloads für einfache Web-, Applikations-, File- und Print-Services drauf sowie 20 Prozent für DB2-Datenbankprozesse. Der erste Bereich macht heute nur noch zehn Prozent aus, auf die Datenbankoperationen entfallen 35 Prozent, 30 Prozent sind bereits konsolidierte Infrastruktur-Prozesse und 25 Prozent zählen die Anwender zu ihren „mission-critical“ Applikationen.</p>
<p>IBMs Geschäft mit Linux auf Mainframes brummt. Vorzugsweise nämlich läuft Linux auf IFLs (Integrated Facility for Linux), teure Boards mit speziellen Prozessoren. Allein von 2007 bis 2009 hat IBM 35 Prozent mehr IFLs verkauft, während gleichzeitig ihre Leistung um 65 Prozent stieg. 16 Prozent der MIPS-Power der weltweit laufenden heutigen System-z-Mainframes verbrauchen die Anwender inzwischen für Linux-basierende Programme.</p>
<p>Unverändert ist Heavy Metal von IBM, auch die IFLs, kostspielig. IBM adressiert damit halt ein High-end, das für die Stabilität der Systeme und ihren Durchsatz zu zahlen bereit ist. Big Blue propagiert Linux-Mainframes als sogar kostengünstiges Mittel zur Konsolidierung per Virtualisierung: Bis zu 50 Prozent billiger als Virtualisierung auf x86-Basis. Deren Hardwarepreis ist zwar nicht zu schlagen, aber laut IBM liege der eigene Kostenvorteil in Software-Maintenance und -Lizenzen sowie vor allem im geringerem Administrationsaufwand, also in Kosten für das teure IT-Personal.</p>
<p>Den Betriebssystem-Dschungel gibt es bei IBM immer noch. Aber die Mediatoren-Rolle von Linux wird langsam klar. Dem Vernehmen nach arbeitet IBM daran, die gesamten virtuellen Maschinen von Mainframes auch auf die AIX-Power-Systemen oder auf x86-Server verlagern zu können. Das hätte Folgen: Ein zweiter, mit hohen Lizenzkosten verbundener Mainframe für das Backup oder für wartungsbedingte Abschaltungen wäre dann nicht mehr notwendig. Die vorhandenen kleineren Server ließen sich immer noch nutzen. Das dürfte vor allem für jene Kunden interessant sein, die sich für einen kleinen Großrechner interessieren, um die hohen Kosten verteilter Server-Landschaften zu reduzieren. Die Mainframes werden uns noch lange erhalten bleiben. Dank Linux.</p>
<p><a href="http://www.open-source-presse.de/" target="_blank" >Ludger Schmitz</a> ist freiberuflicher Journalist in München.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 17 May 2010 00:01:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Was wird aus Suse?</title>
			<link>http://www.linux-verband.de/news/detail/opensource/was-wird-aus-suse/</link>
			<description>An wen verkauft Novell seine Linux-Perle?</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder Quartalsbericht belegt den Abstieg von Novell. Die einst reiche Netware-Company bietet sich selbst im Ganzen oder in Teilen zum Verkauf an. Ihr attraktivster Firmenteil ist Suse. Es gibt eine Menge Firmen, zu denen die Linux-Spezialisten ganz gut passen könnten.</p>
<p><br /> </p>
<p>Am 2. März dieses Jahres erklärte Elliot Associates, dass man 8,5 Prozent der gehandelten Novell-Aktien besitze und den gesamten Rest für 1,8 Milliarden Dollar übernehmen möchte. Elliot ist ein Hedge-Fonds, der angeschlagene Firmen übernimmt, um sie anschließend zu zerlegen und die Teile profitabel zu verkaufen. Novell hat das Angebot abgelehnt, ist aber, wie verschiedene Quellen berichtet haben, selbst auf der Suche nach anderen Kaufinteressenten. Unter Marktbeobachtern gilt der Verkauf von Suse, dem eindeutig attraktivsten Teil von Novell, als wahrscheinlich.</p>
<p><br /> </p>
<p>Doch je länger sich die Hängepartie hinzieht, desto schlechter ist es für Suse. Verunsicherte Anwender dürften kaum auf diese Linux-Variante setzen. Doch fast die ganze IT-Branche hat ein Interesse an einem lebendigen Suse; denn die Alternative könnte heißen, dass es für große Umgebungen dann nur noch Red Hat gäbe. Keiner will ein Microsoft-ähnliches Monopol bei Linux.</p>
<p>Es könnte also einige Interessenten geben. Wer schlägt zu?</p>
<p><br /> </p>
<p><b>IBM</b>: Den Kauf Suses durch Novell im Januar 2004 zum Preis von 210 Millionen Dollar, hat damals faktisch Big Blue finanziert, indem IBM einen Anteil an Novells selbstgehaltenen Aktien erwarb. Die Firma setzt massiv auf Open-Source-Software. Insbesondere Linux ist wichtig, um den Betriebssystemverhau im eigenen Hause zu lichten. IBM war allerdings bisher bestrebt, sich nicht einseitig, sondern neutral zu positionieren, indem man Suse und Red Hat gleichwertig behandelte.  </p>
<p><br /> </p>
<p><b>HP</b> ist immer für überraschende Aufkäufe gut.  Suse ließe sich gut als Alternative zu eigenen Unix-Derivat HP-UX anbieten, intern wird allerdings seit jeher Debian favorisiert. Darüber hinaus macht HP bedeutende Umsätze in Kooperation mit Microsoft.</p>
<p><br /> </p>
<p>Gleiches wäre ein Problem für <b>Unisys</b>. Immerhin würde die technische Entwicklung von Suse in den letzten Jahren gut zur Business-Orientierung von Unisys auf große Rechenzentren passen. Aber es brächte die mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz in Gefahr, welche die Firma jährlich mit der Implementierung von Microsoft in großen Umgebungen macht.</p>
<p><br /> </p>
<p><b>Oracle</b> ist auch ein unberechenbarer Käufer. Suse könnte Larry Ellison gelegen kommen, um seinen Erzfeinden Microsoft und Red Hat eins auszuwischen. Red Hat wollte er schon einmal kaufen, ist aber abgeblitzt. Daraufhin brachte Oracle ein auf Red Hat basierendes eigenes Linux auf den Markt, das sich dort aber eher schwer tut. Doch das wieder fallen zu lassen und die Kunden auf Suse herüber zu ziehen dürfte ziemlich unmöglich sein. Im Übrigen hat Oracle offenbar noch Probleme, die mit Sun übernommenen Open-Source-Produkte in das eigene Business-Modell zu integrieren.</p>
<p><br /> </p>
<p><b>Dell</b> versucht schon seit Jahren, sich in Sachen Infrastruktur ein Softwarestandbein zu geben. Allerdings bisher ziemlich erfolglos. Ein Suse-Kauf brächte der Firma eine neue Position im Markt – aber auch Probleme mit dessen Unbekanntheit und vor allem mit einer Ablenkung vom eigentliche Kerngeschäft. Dell ist vermutlich die große IT-Firma mit den wenigsten Erfahrungen in Sachen Open Source.</p>
<p><br /> </p>
<p><b>Microsoft</b> bewegt sich in jüngster Zeit immer deutlicher auf Open Source zu. Aber Suse ist neben Red Hat (sowie im geringeren Ausmaß Debian und Ubuntu) der wichtigste Konkurrent zu Microsoft-Server-Systemen. Microsoft würde sich selbst kannibalisieren. Außerdem gäbe es sofort einen Exodus der Suse-Entwickler; die Entwicklung wäre stark behindert, Microsoft könnte nicht mit Code-Beiträgen der anderen IT-Konkurrenten rechnen. Strategisch aber hätte man den Alptraum des Wettbewerbs erreicht: Red Hat wäre der einzige große Linux-Anbieter. Das dann wahrscheinliche Ereignis wäre ein Suse-Fork unter einer anderen, vielleicht blauen Firmenflagge. Ein Kauf ist also sehr unwahrscheinlich.</p>
<p><br /> </p>
<p>Suse hat seine stärkste Verbreitung in Europa, während Red Hat sein Heimspiel in Nordamerika hat. Für Firmen mit einer ähnlichen regionalen Stärke auf dem alten Kontinent, könnten Interesse an Suse haben. Vor allem mit <b>Fujitsu</b> und <b>Bull</b> wäre zu rechnen, <b>Siemens</b> und <b>Philips</b> sind eher unwahrscheinliche Kandidaten.</p>
<p><br /> </p>
<p>Novells Suse-Geschäft lief bisher vor allem über Partner. Ein Kaufinteressent dürfte diesen Umstand in Betracht ziehen. Einerseits könnte er schlagartig zu einem gewaltigen Partnernetz kommen. Andererseits sollte er aber auch Erfahrungen mit derlei haben. Dies macht es wahrscheinlicher, dass IT-Hersteller eher zum Zuge kommen, die bereits entsprechend zahlreiche Partner haben – von denen möglichst viele eventuell schon Suse-Erfahrungen haben. In dieser Hinsicht sind IBM und HP klare Favoriten.</p>
<p><br /> </p>
<p>Aus Sicht der Kunden wäre ein Suse-Kauf (Ausnahme: durch Microsoft oder Oracle) wohl schon deswegen zu begrüßen, weil er eine Phase der Ungewissheit beenden würde. Die weitere technische Entwicklung von Suse wäre nicht ernsthaft in Gefahr. Ein Käufer wird gar nicht anders können, als Suses Nürnberger Entwicklungszentrum weiter zu führen. Ein Käufer, der nicht im Ruf steht, den Fortschritt von Suse gegen den Wettbewerb und ausschließlich als Wasser für die eigenen Mühlen zu verwenden, dürfte auch weiterhin Codebeiträge der größtenteils aus IT-Unternehmen bestehenden Community bekommen. In dieser Hinsicht hat Novell vorgemacht, wie man's macht.</p>
<p><br /> </p>
<p>*Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in München.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 11 May 2010 22:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>LIVE-Pressemitteilung</title>
			<link>http://www.linux-verband.de/news/detail/opensource/live-pressemitteilung/</link>
			<description>Bundesverdienstkreuz für Georg Greve, FSFE</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin, 28. April 2010 – Der Linux-Verband beglückwünscht Georg Greve zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Der LIVE hebt als bemerkenswert hervor, dass Greve diese Auszeichnung in Würdigung seiner Verdienste als Gründer und langjähriger Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE), als europäischer Sprecher des GNU-Projekts erhält. Die Ehrung würdigt sein Engagement für freie Software und offene Standards, die es zahlreichen deutschen Behörden ermöglicht haben, mit einer effizienten und kostengünstigen IT-Infrastruktur zu arbeiten.</p>
<p><br /> </p>
<p>Der 1973 geborene Physiker Georg Greve beschäftigt sich seit 1993 mit freier Software. 1998 wurde er europäischer Sprecher des GNU-Projects. 2001 war er Mitbegründer der Free Software Foundation Europe, der er als Präsident bis 2009 vorstand. Greve ist Chief Executive Officer von Kolab Systems, dem Anbieter einer freien Groupware, und weiterhin Mitglied im Vorstand der FSFE.</p>
<p><br /> </p>
<p>Elmar Geese, Vorsitzender des LIVE Linux-Verbands, erklärt: „Dass freie Software und deren Aktivisten so staatstragend gewürdigt werden, kommt nicht jeden Tag vor. Wir freuen uns mit George Greve und die Free Software Foundation Europe. Nach der Theodor Heuss Medaille ist dies die zweite Ehrung in diesem Jahr, die den gesellschaftlichen Nutzen freier Software in Deutschland anerkennt.“</p>
<p><br /> </p>
<p>Im Januar dieses Jahres hatte die Theodor Heuss Stiftung der Free Software Foundation Europe die Theodor Heuss Medaille 2010 für ihr außerordentliches Engagement für die gleiche und gerechte Teilhabe an der Informationsgesellschaft zuerkannt. Die Stiftung führte damals aus: „Die FSFE trägt als zukunftsweisende Organisation mit dazu bei, Regeln für eine 'good global governance' zu erarbeiten und durchzusetzen.“</p>
<p><br /> </p>
<p>Der Linux-Verband betrachtet die zweifache Ehrung innerhalb weniger Monate als ein wichtiges Signal. „Trotz aller Erfolge muss sich freie Software immer wieder neu beweisen“, resümiert Geese. „Wir spüren besonders in der jüngeren Vergangenheit, wie die Bestrebungen des proprietären Mitbewerbs, allen voran der Firma Microsoft, noch intensiver geworden sind. Insbesonders im öffentlichen Bereich wird der Druck verstärkt. Daher freuen wir uns besonders, das die Auszeichnungen der FSFE auch den gesellschaftlichen Nutzen von Open Source hervorheben.&quot;</p>
<p><br /> </p>
<p>Elmar Geese, Vorsitzender des LIVE Linux-Verbands</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 22:45:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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